Geschichte

Bereits der berühmte Arzt des Altertums Hippokrates beschreibt um etwa 400 v. Chr. seine Bauchschmerzen nach dem Trinken von Milch. Richtig erforscht wurde das Thema Laktoseintoleranz jedoch erst in den letzten 60 Jahren. Grundsätzlich ist der Körper von Nordeuropäern erst seit 7.500 Jahren in Lage Laktose richtig zu verdauen. In dieser Zeit wurden die Menschen sesshaft und begannen Viehzucht zu betreiben.

Geografie
Der Anteil der Menschen mit Laktoseintoleranz nimmt von Nord nach Süd zu. In nördlichen Gebieten leiden nur etwa 5 % unter diesem Enzymdefizit, in Europas Süden sind es bereits zwischen 40 und 70 % und in der Nähe des Äquators sind rund 98 % von Laktoseintoleranz betroffen. Man vermutet, dass dies mit der Sonneneinstrahlung zu tun hat. Durch Sonnenlicht kann Vitamin D gebildet werden, das auch für den Knochenaufbau nötig ist. Da Sonnenlicht in den nordischen Ländern seltener ist, haben sich deren Bewohner vermutlich an den Milchzucker gewöhnt. Denn auch dieser kann den Knochenaufbau unterstützen.

Alter
Die Laktoseunverträglichkeit steigt häufig mit zunehmendem Alter. Während Kleinkinder die Milch ihrer Mutter in der Regel problemlos vertragen (die ebenfalls Laktose enthält), ist die Laktoseverträglichkeit im Kindes- und Jugendalter bereits eingeschränkt. So weist ein 12-jähriges Kind bereits nur mehr etwa 1/3 der Laktoseproduktion eines Neugeborenen auf.

Natürlich laktosefrei

Während bei den meisten „lactose free“ Milchprodukten das Enzym Laktase hinzugegeben wird um sie laktosefrei zu machen, ist dies bei gereiften Käsesorten nicht der Fall. In der Reifephase wird der Milchzucker auf natürliche Weise in seine Bestandteile Glucose und Galaktose gespalten, dadurch wird der Käse laktosefrei. Dies trifft somit aber nur auf gereifte Käsesorten zu, Frischkäse und Mascarpone gehören nicht dazu. Mila hat 17 solche gereifte, natürlich laktosefreie Käsesorten im Sortiment. Dazu zählen unter anderem der Stilfser g.U. und der Alta Badia.

 

    2Q== Z 2Q==
Bildquelle: www.hippokrates-netz.deBildquelle: www.nahrungsmittel-intoleranz.com